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Daten des Nürburgrings:
Offizieller Baubegin: 27. September 1925
Offizielle Eröffnung: 18. Juni 1927
1. Veranstaltung 19. Juni 1927 - GP von Deutschland
Ursprüngliche Streckenlänge: 22,8 km Nordschleife + 7,7 km Südschleife = 28 km
(89 Links- 84 Rechtskurven)
Fertigstellung der neuen GP Strecke: 7. Oktober 1984 (GP von Deutschland)
Erste Veranstaltung mit Mercedes-Arena: 12. April 2002 (Langstreckenmeisterschaft)
Länge der GP-Strecke bis 2002: 3,043 / 3,038 km (Kurzanbindung) 4,556 / 4,551 km (GP-Kurs)
je nach Veedol-Schikane
Länge der GP Strecke ab 2002: 3,621 / 3,616 km (Kurzanbindung) 5,144 / 5,139 km (GP-Kurs)
je nach NGK-Schikane
Länge der aktuellen Nordschleife: 20,830 km (33 Links-, 40 Rechtskurven)
Steigungen: max. 17 %
Gefälle: max. 11 %
Höhenunterschied: ca. 300 m
Das Mythos Nürburgring
Der Nürburgring besteht aus zwei Rennstrecken: der 1927 als "Erste Gebirgs- Renn- und Prüfstrecke" eröffneten Nordschleife und der 1984 eingeweihten Grand-Prix-Strecke. Nimmt man diese beiden Strecken, die auch als Kombination gefahren werden können zusammen, ist der Nürburgring mit rund 26 Kilometern die längste permanente Rennstrecke der Welt. Insgesamt 40 Linkskurven, 50 Rechtskurven und 300 Meter Höhenunterschied mit extremen Steigungen und Gefällen sorgen dabei für einen ordentlichen Adrenalinkick bei Fahrern und Zuschauern.
Seit ihrer Erbauung (1925 - 1927) genießt die Nordschleife den Ruf als furchteinflößende und unbarmherzige Strecke durch die Eifelwälder. Ein englischer Journalist, der die Nordschleife beim Eröffnungsrennen am 18. Juni 1927 besichtigte, kam gar zu dem Schluss, "dass man wohl einen torkelnden Riesen im Vollrausch losgeschickt hat, um die Strecke festzulegen". Der Formel-1-Pilot Sir John Young Jackie Stewart - immerhin drei mal Weltmeister in den Jahren 1969, 1971 und 1973 - war von der Strecke sogar derart beeindruckt, dass er ihr den Namen verpasste, den sie wohl nie mehr loswerden wird: Grüne Hölle.Heute ist die bekannteste Veranstaltung das ADAC Zürich 24-Rennen sowie die VLN BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft, welches auf der Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Strecke ausgetragen wird und den gesamten Kurs über drei Tage in ein riesiges Spektakel verwandelt. Bis zu 800 Amateure und Profis nehmen an diesem Rennen mit über 200 Autos teil.
Auch nach über 80 Jahren berauscht der Nürburgring mit seiner ganzen Faszinationskraft. Zahllose Legenden erlebten hier ihre Geburtsstunde, noch viel mehr Motorsportfans wurden hier geboren. Kaum zu glauben, dass das wahre Mekka des Motorsports mitten in der Eifel liegt. Und auch heute noch erfreut sich die Nordschleife und seine Erweiterungen größter Beliebtheit.
1927 bis Heute - Die Geschichte der Nordschleife
Niemand geringeres als Rudolf Caracciola gewann am 19. Juni 1927 in dem Kompressor-Mercedes das erste Autorennen auf der neu gebauten Rennstrecke.
Dies war der Anfang einer ganz besonderen Beziehung zwischen den Piloten und den ursprünglich 172 Kurven, die auf so harmlose Namen wie Aremberg, Fuchsröhre oder Kesselchen hören. "Schwer zu fahren, leicht zu sterben" urteilte Weltmeister Jochen Rindt über die unvergleichliche Herausforderung, und Rennsportlegende Jackie Stewart gab dem Ring unabsichtlich seinen gängigen Namen, als er ihn die "Grüne Hölle" nannte.Nahezu jede Rennsportlegende ist unweigerlich mit dem alten, 22,8 km langen Nürburgring verbunden.
Von Caracciola über Juan Manuel Fangio und Graf Berghe von Trips bis Jim Clarke und Niki Lauda - alle haben in der Bestzeitenjagd auf der Nordschleife Geschichte geschrieben und zur großen Mythenbildung beigetragen. Allen voran Stefan Bellof, der 1983 auf Porsche 956C mit 6:11,13 die absolut schnellste je gefahrene Rundenzeit in den Asphalt brannte.
Der Mythos war also längst geboren und gewachsen, doch in den 70er Jahren ging die Schere zwischen den immer schneller werdenden Boliden und den unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen der Nordschleife immer weiter auseinander. Schon 1970 waren umfangreiche Umbaumaßnahmen notwendig, um die Formel 1 weiterhin zum Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring zu bringen. Doch spätestens mit dem Feuer-Unfall Niki Laudas 1976 war das Ende der Grünen Hölle als Grand Prix-Rennstrecke besiegelt.
Danach folgten schwierige Jahre, in denen die Zukunft des Rennsportmekkas in der Eifel alles andere als gesichert war. Doch das Land Rheinland-Pfalz stellte sich mit Hilfe des ADAC hinter den Nürburgring und ermöglichte, dass eine moderne, völlig neue Grand-Prix-Strecke geplant, gebaut und 1984 eröffnet werden konnte. Die Zukunft des gesamten Nürburgrings war damit gesichert.Die Grüne Hölle konnte sich auch ohne Grand-Prix-Sport als weltweit wichtigste Teststrecke der Automobilindustrie und darüber hinaus als beliebtes Ausflugziel für Touristenfahrten etablieren.
Zusammenführungen der Nordschleife und der Grand-Prix-Strecke wie beim populären ADAC 24h-Rennen machen den Nürburgring wohl zur renommiertesten und vor allem emotionalsten Rennstrecke weltweit.
Wikipedia - Nürburgring